Psychologie

Der Autopilot – Segen und Fluch

Hallo ihr da draußen, das Bullet Journal ist ein tolles Tool um sich selbst weiter zu entwickeln und neu zu erfinden. Dafür braucht es, meiner Meinung nach, allerdings etwas psychologisches Know how, um die Hürden des Alltags zu nehmen. Dazu lernt ihr heute den Autopilot kennen.

Kennt ihr das?

Ihr setzt euch ins Auto und fahrt morgens, noch etwas verschlafen, zur Arbeit. Auf der Fahrt nehmt ihr vielleicht die Ampeln, welche natürlich immer rot zeigen, und ein paar Autofahrer, die sich irgendwie nicht an die Regeln halten können, wahr. Vielleicht ärgert ihr euch kurz darüber, oder ihr schüttelt den Kopf, weil wieder eine Katze noch schnell über die Straße saust. Als ihr an der Arbeitsstelle ankommt, habt ihr vom Autofahren selbst kau etwas mitbekommen. Das liegt am Autopilot.

Über den Autopiloten werde ich noch öfter schreiben. Zu erst einmal zu seinem Nutzen: Der Autopilot schützt euch vor zu viel Input. Das Gehirn hat schon immer aus Erfahrungen gelernt, und so geht es in den Autopilot über, wenn ihr eine Sache sehr oft gemacht hat, oder sich ein Prinzip auf eine andere Tätigkeit übertragen lässt.

„In Fleisch und Blut übergegangen“

Das Gehirn kann so Ressourcen sparen und sie bei Tätigkeiten, die immer wieder unsere Aufmerksamkeit brauchen nutzen. Meist gelingt dem Gehrn die Entscheidung, was wir wirklich bewusst machen sollten und wo der Autopilot ausreicht ganz gut. Aber eben nur meistens. Früher war es für das Gehirn wesentlich leichter, dies zu entscheiden. „Steht ein wildes Tier vor mir, das mich gleich auffrisst?“ – Nein. „Dann reicht schon der Autopilot.“

Das Leben genießen,

statt das Ruder abzugeben

Ich schrieb es schon in einem anderen Beitrag, die Gesellschaft ist in einem großen Wandel. Schon länger schwenken die Menschen in ihrem Denken um. Immer öfter hören wir Begriffe wie „Selfcare“, „Work-Life-Balance“ oder „Achtsamkeit“. In all diesen Begriffen steckt der Wunsch aus dem Autopiloten auszubrechen. Wir wollen das Ruder übernehmen und Schmied unseres Glückes werden.

Darf ich denn den Autopiloten komplett ausschalten?!

Keine Sorge, völlig ausschalten könnt ihr ihn ohnehin nicht. Das wäre auch wenig wünschenswert, denn dieser Mechanismus schützt euch vor einer Reizüberflutung. Ihr sollt ruhig eine gewisse Routine im Leben genießen. Es ist das Gleichgewicht zwischen Autopilot und Achtsamkeit, das wir brauchen. Und das der Gesellschaft, meiner bescheidenen Meinung nach, fehlt.

Wie breche ich denn nun aus?

Dafür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Geht ihr in eine Buchhandlung (so bald sie wieder geöffnet sind) dort findet ihr inzwischen Bücher, die gefüllt sind mit Anleitungen dazu. Es gibt sogar ein Buch, da steht auf jeder Seite drauf, was mit ihr angestellt werden soll. Einmal wird sie verbrannt, ein anderes Mal wird aus ihr ein Papierflieger. Ich die Idee spannend, für mich ist das aber eher etwas gekünstelt. Ihr könnt euch mit eurem BuJo etwas ähnliches schaffen, denn was es auf jeden Fall leisten kann, ist euch das Ruder zurückzugeben. Nur mit eurer Hilfe natürlich. Ihr wollt doch eures Glückes Schmied sein, oder?

Ich werde euch heute keine meiner Listen vorsetzen, sondern in den kommenden Tagen immer wieder Ideen zeigen, wie ich aus dem Autopiloten ausbreche, und bestimmt findet ihr bald selbst gute Ideen für einen Ausbruch. Um euch schon mal in Stimmung zu bringen, gibt es wieder ein paar Sticker von mir als download

Ich freue mich davon in euren Kommentaren zu lesen.

Bis bald

Eure Jeraphin

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